Immer mehr Studien belegen, dass regelmäßige Bewegung bei Seelischen Erkrankungen präventive, therapeutisch und nachsorgend unterstützend wirkt1. Die körperliche Anstrengung beim Rollbrett fahren bewirkt eine Veränderung der Hirnchemie und regt die Ausschüttung der Botenstoffe Serotonin und Dopamin im Gehirn an. Wir gehen davon aus, dass das "pushen" auf dem Skateboard die Konzentration von Endorphinen im Blut steigert. Diese Hormone können helfen, Stress und Ängste abzubauen. Die Bewegung führt dazu, dass der Körper Nervenwachstumsfaktoren ausschüttet, was wiederum hilft, dass sich neue Nervenzellen oder Synapsen bilden.

Bei manchen Psychischen Leiden ist Bewegung sogar ähnlich wirksam wie eine Psychotherapie oder Medikamente2. Dennoch bewegen sich 25 Prozent der Erwachsenen und rund 80 Prozent der Jugendlichen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht genug.

 

Wir möchte das ändern und bieten ergänzend zum therapeutischen Richtlinienverfahren "Drop In Ride Out" an. Dies ist eine Kombination aus Skateboard fahren und therapeutischer Begleitung.  

​Gestalttherapie geht von dem aus, was "hier und jetzt" in der Gegenwart im Vordergrund ist. Es ist ein phänomenologischer Ansatz, aus der Richtung der Humanistischen Psychologie.

 

Durch unsere Zusammenarbeit kann ein Raum für Sorgen, Wünsche, Emotionen, Veränderung und all das, was unsere Klienten beschäftigt entstehen.

Die therapeutische Haltung unserer Arbeit unterstützt die Selbstregulation unserer Klienten, und wir bieten einen Raum an, in dem sich unsere Klienten sicher entfalten können.

Wir arbeite an Körperwahrnehmung und Dialog sowie nonverbalen Ausdrucksformen, z.B. skaten und anderen Methoden wie Rollenspiele und Zeichnen oder Texten.

Skateboard fahren auf langen und kurzen Brettern macht nicht nur Spaß, es ist auch voller sensorischer Reize die eine regulierende Wirkung auf den menschlichen Organismus haben. Wissenschaftlich ist das zwar noch nicht belegt, Skateboarder_innen wissen das schon seit den 1960 Jahren und kürzlich hat das eine Forschergruppe aus Kanada um Dr. Bruce Perry, der ChildTrauma Academy und Hull Services am Beispiel des Neurosequenziellem Modell auch anschaulich beschrieben.

 

Von den Vibrationen in den Füßen bis zu den spezifischen Geräuschen, wie das "sliden" und "grinden" kann das Rollbrettfahren regulierende Wirkung auf Trauma Patienten haben. Das finden wir ziemlich genial und sehr interessant im therapeutischen Kontext. 

Allen (alten) Stereotypen zu trotz kann Rollbrettfahren pro-soziale Aktivitäten, Kooperationen und körperliche Ausdauer positiv beeinflussen. Skaten lehrt Präzision, Geduld, Hinfallen und wieder aufstehen. Die Koordination, Gleichgewicht und Wahrnehmung werden spielerisch geschult. Natürlich, wohnt der Skateboard Kultur auch ein Rebellischer Kern inne, den finden wir auch gut, denn ohne Rebellion wäre eine Gesellschaft leblos. So möchten wir mit Drop In Ride Out das Potenzial der Bewegungskultur Skateboarden in Kombination mit dem gestalttherapeutischem Ansatz nutzen, um eine vielfältige, spontane, friedlebende und lebendige Welt mit zu gestalten.

Video Dokumentation über Drop In Ride Out für den Kanadischen Fernsehsender TV5. Sprache: Französisch & English.

Referenzen

[1]  

Markser et al. (2015):

Sport- und Bewegungstherapie bei seelischen Erkrankungen: Forschungsstand und Praxisempfehlungen. 

Margues et al. (2020):
Cross-sectional and prospective relationship between physical activity and depression symptoms.

Bauer et al. (2020):
Associations of exercise and social support with mental health during quarantine and social- distancing measures during the COVID-19 pandemic: A cross-sectional survey in Germany.

Wolf et al. (2020):
Can physical activity protect against depression and anxiety during the COVID-19 pandemic? A rapid systematic review.

[2]

Meilen, Adrian. (2015)

Sport zur Depressionsbehandlung - fast gleich wirksam wie Psychotherapie & Medikamente.

Reimers et al. (2014)

Prävention und Therapie neurologischer und psychischer Krankheiten durch Sport

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BOARDING &

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