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Skateboard Therapie in Freiburg

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Die therapeutische Begleitung auf dem Skateboard ist ein Angebot für Menschen mit seelischen Schmerzen und psychischen Belastungen.

 

Gemeinsam gehen wir Skateboard fahren und arbeiten gestalttherapeutisch an Ihren Themen, oder den Themen Ihres Kindes. Seit 2018 biete ich dieses Angebot in Freiburg an.

 

Ich habe meine Abschlussarbeit als Gestalttherapeutin darüber geschrieben und arbeite momentan mit Klient:innen von 7 - 52 Jahren.

Wollen Sie mehr darüber erfahren? Dann können Sie unten weiter lesen.  

Der “drop in” ist der erste “move”, den wir Skateboarder:innen machen, wenn wir wo anfangen zu fahren. Dann wird z.B. eine Minirampe oder Bowl geskatet und wenn wir fertig sind, fahren wir wieder raus, der “drop out”. 

Das Angebot des therapeutischen Skateboard fahren trägt den Namen “Drop In Ride Out” um zu symbolisieren, dass ein therapeutisches Verhältnis, genau wie Skateboard fahren, immer ein Wagnis ist. Im besten Fall eine heilende Begegnung entstehen kann und auch wenn es manchmal schwer wird, wir doch gemeinsam an der Sache dran bleiben. 

Bewegung und Entspannung sind ein wesentlicher Bestandteil unserer ganzheitlichen Betrachtungsweise der körperlichen-seelischen Gesundheit. Regelmäßige Bewegung wirkt bei psychischen Erkrankungen präventiv, therapeutisch und nachsorgend unterstützend (1).  Die körperliche Anstrengung beim Rollbrettfahren bewirkt eine Veränderung der Hirnchemie und regt die Ausschüttung der Botenstoffe Serotonin und Dopamin im Gehirn an. Wir gehen davon aus, dass das "pushen" auf dem Skateboard die Konzentration von Endorphinen im Blut steigert. Diese Hormone können helfen, Stress und Ängste abzubauen. Die Bewegung führt dazu, dass der Körper Neurotransmitter ausschüttet, was wiederum hilft, dass sich neue Nervenzellen oder Synapsen bilden.

​​Bei manchen psychischen Leiden ist Bewegung sogar ähnlich wirksam wie eine Psychotherapie oder Medikamente (2).

​Wir nutzen das vielversprechende Potenzial von Skateboard fahren, was sich positiv auf Körper und Psyche auswirken kann und bieten ergänzend zum therapeutischen Richtlinienverfahren "Drop In Ride Out" an. Dies ist eine Kombination aus Skateboard fahren und therapeutischer Begleitung

Die therapeutische Begleitung mit dem Skateboard bietet einen Handlungs-, Spiel- und Erfahrungsraum, in dem sich unsere Klienten im geschützten Rahmen ausprobieren können, um (wieder) in Ihre Balance zu kommen. Wir bieten die Möglichkeit von sanfter körperlicher Aktivierung bis hin zu sportlichen Aktivitäten, die nicht auf Leistungssport ausgerichtet sind. 

 

Ziel unserer Arbeit ist die Steigerung des psychischen und physischen Wohlbefindens, des Antriebs und Selbstbewusstseins, die Verbesserung von Körperwahrnehmung und Körpergefühl sowie die Förderung von Kommunikation und Interaktion. 

Skateboard fahren auf langen und kurzen Brettern macht nicht nur Spaß, es ist auch voller sensorischer Reize, die eine regulierende Wirkung auf den menschlichen Organismus haben.

 

Eine Forschergruppe aus Kanada, um Dr. Bruce Perry, von der Child Trauma Academy and Hull Services haben das am Beispiel des “Neurosequential  Models” anschaulich beschrieben.

"Das Skateboard fahren passt perfekt zu allen vier im NM hervorgehobenen Bereichen des Gehirns". Der erste im NM hervorgehobene Bereich des Gehirns ist der Hirnstamm, der für die sensorische Integration zuständig ist (Skateboarding ist voll von gesunden sensorischen Reizen - alles, von Vibrationen durch die Füße bis hin zu dem spezifischen Geräusch, das der Pop des Tails oder jeder Grind und Slide macht).

 

Der zweite Bereich des Gehirns in der NM ist das Zwischenhirn, das für die Selbstregulierung zuständig ist (die flowing und sich wiederholende Natur des Skateboardens - vom pushen auf dem Bürgersteig bis zum Pumpen in einem Park - ist organisch regulierend).

 

Der dritte Bereich ist das limbische System, das mit relationaler Bindung verbunden ist (Skateboarding bietet unseren Kindern die Möglichkeit, Teil einer pro-sozialen Aktivität und einer integrativen Gemeinschaft zu werden). Der vierte und letzte NM-Bereich ist der Neokortex, der intelligente Teil des Gehirns, der Teil, der für exekutive Funktionen und die Entwicklung von Fertigkeiten verantwortlich ist (Skateboarding basiert vollständig auf dem strukturierten und sich wiederholenden Prozess der Entwicklung von Fertigkeiten und ist einzigartig in der Art und Weise, wie diese Fertigkeiten kombiniert werden können, um verschiedene Tricks zu verbinden).

 

"All dies bedeutet, dass Skateboarding die Fähigkeit hat, Gehirne von vergangenen Traumata zu heilen und dadurch buchstäblich Leben zu verändern." Erklärt Joel Pippus im Freeskate Magazine. 

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Die Gestalttherapie ist eine psychotherapeutische Arbeitsweise, die Bewusstheit im Hier und Jetzt, Körperwahrnehmungen, Lebensfreude und kreative Kompetenz fördert. Eine Vorgehensweise, die ressourcen- und lösungsorientiert vorgeht. In dem Begriff “Gestalt”, der aus der Gestaltpsychologie stammt, spiegelt sich der Grundgedanke, dass der Mensch das Potenzial zur mentalen Gesundheit und eine innere Motivation zu Wachstum und kreativen Lösungen in sich trägt. Die Gründer der Gestalttherapie sahen die wesentlichen Aufgaben dieser Arbeit darin, die unerledigte Situation aufzugreifen, zu bearbeiten und den blockierten Organismus wieder in Kontakt mit dem Fluss der Lebensenergie und dem Austausch mit der aktuellen Umwelt zu bringen. Dadurch kann Kraft und Lebensfreude entstehen. 

Durch das Zusammenspiel von therapeutischer Begleitung und Skateboard fahren können wir einen Raum für Sorgen, Wünsche, Emotionen, Veränderung und all das, was unsere Klienten beschäftigt, anbieten. 

​Die therapeutische Haltung unserer Arbeit unterstützt die Selbstregulation unserer Klienten,  wir bieten einen Rahmen, in dem sich unsere Klienten entfalten können, im Bereich der psychischen Gesundheit und auf dem Skateboard. 

 

​Wir arbeiten an Körperwahrnehmung und Dialog sowie an nonverbalen Ausdrucksformen, z.B. Skaten und anderen Methoden wie Rollenspiele und Zeichnen oder Texten.

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Referenzen

[1]  

Markser et al. (2015):

Sport- und Bewegungstherapie bei seelischen Erkrankungen: Forschungsstand und Praxisempfehlungen. 

Margues et al. (2020):
Cross-sectional and prospective relationship between physical activity and depression symptoms.

Bauer et al. (2020):
Associations of exercise and social support with mental health during quarantine and social- distancing measures during the COVID-19 pandemic: A cross-sectional survey in Germany.

Wolf et al. (2020):
Can physical activity protect against depression and anxiety during the COVID-19 pandemic? A rapid systematic review.

[2]

Meilen, Adrian. (2015)

Sport zur Depressionsbehandlung - fast gleich wirksam wie Psychotherapie & Medikamente.

Reimers et al. (2014)

Prävention und Therapie neurologischer und psychischer Krankheiten durch Sport

Refernzen
Referezen2

Kontakt aufnehmen

Bei Interesse an einem Gruppensetting können Sie uns gerne kontaktieren und wir nehmen Sie mit auf die Warteliste. 

Sophie Friedel, MA. 

Praxis in der Oberriederstraße 25 

79117 Freiburg 

Tel: 0761 707 59237

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